Fuge für Klavier in F (Fragment), K. Anh.H 12,26
av Wolfgang Amadeus Mozart

Die Fuge für Klavier in F (Fragment), K. Anh.H 12,26, ist nur als kurze kontrapunktische Skizze aus Mozarts Wiener Jahren überliefert. Obwohl sie in sekundären Verzeichnissen häufig auf 1782 datiert wird, verortet die Köchel-Datenbank des Mozarteums das erhaltene Fragment in Wien um 1788–1790; als Besetzung ist Tasteninstrument (clav) angegeben [1].
Was bekannt ist
Überliefert ist nur ein Fragment einer Fuge in F-Dur, katalogisiert als K. Anh.H 12,26 (in der früheren Köchel-Zählung auch als K. 383b bekannt) [1]. Das Werk ist erhalten und im Katalogeintrag des Mozarteums als Stück für Tasteninstrument (clav) ausgewiesen [1]. Seine Datierung ist nicht gesichert: Während einige moderne Datenbanken es mit Wien 1782 in Verbindung bringen (als Mozart, 26-jährig, intensiv mit gelehrtem Kontrapunkt befasst war), setzt die aktuelle Köchel-Datierung des Mozarteums das überlieferte Blatt stattdessen nach Wien um 1788–1790 [1]. Wie bei mehreren kleinen Fugenskizzen, die unter Mozarts Namen kursieren, lässt sich aus dem Fragment allein der genaue Zweck—Übung, kompositorischer Entwurf oder Material für einen anderen Zusammenhang—nicht bestimmen.
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Musikalischer Inhalt
Die erhaltene Seite bewahrt den Beginn einer Fuge: ein einziges Thema, in F-Dur vorgestellt und in imitierenden Einsätzen beantwortet, was eher darauf hindeutet, dass Mozart die kontrapunktischen Möglichkeiten des Themas erprobte, als dass er ein fertig ausgearbeitetes Stück für die Aufführung entwarf. In diesem Sinn gehört es zu jener breiten Wiener Beschäftigung, aus der sowohl vollendeter Klavierkontrapunkt hervorging (etwa das Präludium und Fuge in C, K. 394) als auch eine Gruppe unvollendeter Fugfragmente, die aus dieser Zeit bekannt sind [2]. Selbst im Keim weist die Schreibweise auf Mozarts Gewohnheit der späten 1780er Jahre hin, strenge Formen mit pianistischer Klarheit zu behandeln—schlanke Texturen, saubere Einsätze und ein Fokus auf das thematische Profil—wobei offenbleibt, ob er die Skizze jemals zu einer vollständigen Fuge ausbauen wollte.
[1] Internationale Stiftung Mozarteum (Köchel-Verzeichnis), work entry for K. Anh.H 12,26: status, dating (Vienna c. 1788–1790), key, and instrumentation (clav).
[2] IMSLP catalogue page for the Neue Mozart-Ausgabe, listing the keyboard counterpoint/fragment section that includes “Fragment einer Fuge in F … (383b)”.




