K. 616a

Fantasie in C-Dur (Fragment) für Glasharmonika und Ensemble, K. 616a

沃尔夫冈·阿马德乌斯·莫扎特

Silverpoint drawing of Mozart by Dora Stock, 1789
Mozart, silverpoint by Dora Stock, 1789 — last authenticated portrait

Mozarts Fantasie in C-Dur (K. 616a) ist ein unvollendetes Wiener Fragment von 1791 für Glasharmonika mit Flöte, Oboe, Viola und Violoncello – ein seltener Einblick in seine späte Faszination für die ätherische Klangwelt dieses Instruments. Das Erhaltene ist äußerst kurz: im Wesentlichen eine einseitige Partitur, in Besetzung und Kontext eng mit dem zeitgleich entstandenen Adagio und Rondo, K. 617, verbunden.

Was bekannt ist

Die Fantasie in C-Dur (K. 616a) ist als autographes Fragment aus Wien überliefert, datiert auf April–Juni 1791, und wird im Katalogeintrag des Mozarteums als unvollendetes Werk geführt.[1] Erhalten ist nur ein Blatt Partitur (eine Partitur mit „1 Bl. (1 beschr. S.)“), sodass das Stück keinen verlässlichen Aufschluss über Gesamtlänge, formalen Plan oder die beabsichtigte Fortsetzung gibt.[1]

Die Besetzung – Glasharmonika (Glasharmonika), Flöte, Oboe, Viola und Violoncello – entspricht Mozarts spätem kammermusikalischem Schreiben für dieselben Kräfte, vor allem dem 1791 vollendeten Adagio und Rondo, K. 617.[1] Während K. 616a in der modernen Referenzkatalogisierung als authentisch gilt, ist das überlieferte Material zu spärlich, um es überzeugend mit einem konkreten Anlass oder bestimmten Ausführenden zu verbinden – über den weiteren Rahmen von Mozarts Interesse an Glasharmonika-Klängen im Jahr 1791 hinaus.[1]

Musikalischer Inhalt

Da nur eine einzige notierte Seite erhalten ist, wirkt K. 616a weniger wie ein „Stück“ im üblichen Sinn als vielmehr wie der Anfang eines improvisatorischen Einfalls, der zu Papier gebracht wurde: eine fantasia im spät-18.-Jahrhundertlichen Verständnis freier, tastender Fortspinnung statt eines geschlossenen, symmetrischen Entwurfs. Schon die Besetzung legt eine charakteristische Farbbalance nahe – die Glasharmonika als leuchtende, tragende Präsenz in der Höhe, eingerahmt von paarweise geführten Bläsern (Flöte und Oboe) und dem dunkleren Streicherduo (Viola und Violoncello).

Was sich mit Sicherheit sagen lässt, betrifft daher vor allem die Klanglichkeit: Das Fragment gehört zu Mozarts später Wiener Klangpalette, in der ungewöhnliche Instrumente mit kammermusikalischer Intimität behandelt werden und in der Melodie und Begleitung fließend zwischen Solostimme, Binnenstimmen und Bassfundament wechseln können. In seiner Anlage steht K. 616a überzeugend neben K. 617 als späte Erkundung eines Satzes, der zugleich vokal geführt und ungewöhnlich verschmolzen in der Textur ist – Musik zwischen Salonraffinement und der gesteigerten Expressivität von Mozarts letztem Wiener Jahr.[1]

[1] Internationale Stiftung Mozarteum (KV Online): KV 616a “Fantasia in C” — status, dating (Vienna, 04–06/1791), instrumentation, and surviving source description (autograph; 1 leaf, 1 written page).