K. 433

Arie für Bass und Orchester (Skizze) „Männer suchen stets zu naschen“ (K. 433)

de Wolfgang Amadeus Mozart

Unfinished portrait of Mozart by Lange, 1782-83
Mozart, unfinished portrait by Joseph Lange, c. 1782–83

Mozarts fragmentarische Arie für Bass und Orchester „Männer suchen stets zu naschen“ (K. 433) ist nur als kurze, unvollständige Skizze aus Wien von 1783 erhalten, als er 27 Jahre alt war. Obwohl sie mitunter unter dem Titel Warnung überliefert wird, lässt sie sich offenbar keiner bekannten, vollendeten Bühnenarbeit mit Sicherheit zuordnen.

Was bekannt ist

Überliefert ist nur eine kurze Skizze von „Männer suchen stets zu naschen“ (Warnung), K. 433 (auch als K. 416c katalogisiert): ein einzelner Satz für Bassstimme und Orchester, unvollendet, wobei die Instrumentation in der erhaltenen Überlieferung „kaum skizziert“ ist.[1] Das Werk wird allgemein auf Wien, 1783 datiert und fällt damit in die Zeit kurz nach Die Entführung aus dem Serail (1782) sowie in eine Phase, in der Mozart im deutschen vokalen Schreiben für Theater und Salon zunehmend souverän wurde.[2]

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Aus der Skizze allein lässt sich keine belastbare Verbindung zu einem konkreten Opernprojekt ableiten; am ehesten ist sie als abgebrochener Ansatz zu verstehen – vielleicht für einen gerade verfügbaren Sänger oder als Versuch einer Vertonung eines deutschen Textes – und weniger als losgelöste „Konzertarie“ im späteren, vollständig ausgearbeiteten Sinn.[1]

Musikalischer Inhalt

Die Skizze deutet auf eine Arie in kompakter Anlage hin, in der die Stimme von einem überschaubaren klassischen Orchester getragen wird: 2 Oboen, 2 Hörner und Streicher.[1] In der Quelle, wie sie üblicherweise beschrieben wird, steht die Musik in F-Dur (auch wenn manche Katalogzusammenfassungen die Tonart offenlassen) – ein nach außen gerichteter, heiterer tonaler Rahmen, der gut zu einem humorvollen oder mahnenden deutschen Text passt.[1] Das Erhaltene reicht jedoch nicht aus, um einen vollständigen Formverlauf nachzuzeichnen; das Fragment gewährt vor allem einen Einblick in Mozarts Arbeitsweise – die Anlage des vokalen Materials und das Andeuten orchestraler Farbigkeit –, bevor das Stück beiseitegelegt wurde.

[1] IMSLP work page with summary of the fragment, key, and instrumentation details (2 oboes, 2 horns, strings; orchestration barely sketched).

[2] Wikipedia: List of compositions by Mozart (entry for K. 433: aria for bass and orchestra, sketch; dated 1783, Vienna).