Allegro für Klarinettenquintett in B♭, K. 516c (Fragment)
沃尔夫冈·阿马德乌斯·莫扎特

Mozarts Allegro für Klarinette und Streichquartett (K. 516c) ist ein unvollendeter Quintettsatz, der in einer kurzen autographen Partitur aus seinen Wiener Jahren überliefert ist und meist auf etwa 1787–88 datiert wird. Obwohl nur ein Fragment, weist es bereits auf jene dialogische Schreibweise voraus, die Mozart später im Klarinettenquintett (K. 581) zur Vollendung bringen sollte.
Was bekannt ist
Erhalten ist nur ein einzelner Allegro-Satz für Klarinette, zwei Violinen, Viola und Violoncello—also ein Klarinettenquintett in der späteren „Stadler“-Besetzung und nicht in Mozarts sonst üblicherer Streichquintett-Anlage mit zwei Bratschen [1]. Die Quelle ist ein Autograph (zwei Blätter / vier beschriebene Seiten), und das Werk ist ausdrücklich als unvollendet überliefert [1]. Die Datierung wird im Allgemeinen in Wien und in die späten 1780er Jahre gesetzt; IMSLP fasst dies als „1787 (Spring)“ zusammen, während der Katalog des Mozarteums „Wien, 1788“ angibt—ein Spiegel der üblichen Unsicherheit, innerhalb von Mozarts dicht gedrängtem Wiener Arbeitspensum einen exakten Zeitpunkt festzulegen [1] [2]. Ob Mozart das Stück als eigenständige Komposition plante oder als Beginn eines vollständigen, mehrsätzigen Quintetts, lässt sich durch keine eindeutigen Belege klären.
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Musikalischer Gehalt
Das Erhaltene liest sich wie der Beginn eines klassischen Kopfsatzes: ein energisches Allegro in B♭-Dur (der Tonart der überlieferten, so katalogisierten Partitur), in dem die Klarinette weniger als konzertierender Solist denn als fünfte Kammerstimme behandelt wird—sie tritt in Nachahmung, Begleitfiguren und Phrasenergänzungen mit den Streichern in Dialog [1]. Die Faktur weist auf Mozarts reifen Wiener Stil: klar periodische Themen, rasche Wechsel zwischen kantabler und „geschäftigerer“ Figuration sowie eine Textur, die zum Spiel mit Klangfarben einlädt (das rundere mittlere Register der Klarinette gegenüber der helleren Artikulation des Streichquartetts). In seinem unvollendeten Zustand bietet das Fragment einen verlockenden Vorausklang auf jene voll ausgeformte Idiomatik für Klarinette und Streicher, die Mozart später für Anton Stadler im Klarinettenquintett in A-Dur, K. 581 zur Blüte bringen sollte [3].
[1] Mozarteum Köchel catalogue entry for K. 516c (instrumentation, autograph, status, dating, key).
[2] IMSLP work page for the clarinet quintet fragment K. Anh. 91/516c (movement, composition year summary, digitized sources).
[3] G. Henle Verlag edition page (K. 581 with appended fragment K. 516c; confirms common pairing and instrumentation context).




