Alles über die neue TV-Serie „Amadeus“

Der erste Teaser-Trailer hat bereits lebhafte Diskussionen unter Fans und Kritikern ausgelöst. Das fünfteiliges Sky-Originaldrama, das im Dezember 2025 Premiere feiert, wird von Sky als eine „spektakuläre Neuerzählung“ von Peter Shaffers Tony-prämiertem Stück über die Rivalität zwischen Mozart und Antonio Salieri angekündigt.
As an Amazon Associate we earn from qualifying purchases.
In den Hauptrollen sind Will Sharpe – bekannt aus The White Lotus – als Mozart und Paul Bettany (WandaVision) als Salieri zu sehen, zusammen mit Gabrielle Creevy als Constanze Weber, Mozarts hingebungsvoller Ehefrau. Die Serie verspricht, Mozarts kometenhaften Aufstieg und seinen mythischen Fall nachzuzeichnen – dieselbe Geschichte, die Miloš Formans Oscar-gekrönten Film Amadeus von 1984 inspirierte.
Sky interpretiert Mozarts Geschichte neu
Die neue Serie von Sky taucht in das Wien des 18. Jahrhunderts ein, um die Fehde zwischen Mozart und Salieri mit moderner filmischer Raffinesse neu zu erzählen. Geschrieben von Giri/Haji-Schöpfer Joe Barton, basiert das Projekt auf Shaffers Bühnenstück von 1979, nicht auf Formans Film. Laut Sky beginnt die Geschichte, als der 25-jährige Mozart im kaiserlichen Wien ankommt, „auf der Suche nach kreativer Freiheit“, und dabei zwei Schlüsselfiguren begegnet: seiner treuen zukünftigen Frau Constanze und dem frommen Hofkomponisten Salieri.
Während Mozarts Genialität trotz innerer Dämonen und der Skepsis des konservativen Hofes erblüht, wird Salieri „zunehmend gequält“ von der scheinbar göttlichen Begabung seines Rivalen. Ihre berufliche Spannung wächst zu einer jahrzehntelangen Obsession heran, die laut Sky „in einem Mordgeständnis und dem verzweifelten Versuch gipfelt, Salieri für immer mit Mozarts Vermächtnis zu verknüpfen“.

Paul Bettany (WandaVision, A Very British Scandal) als neidischer Hofkomponist Antonio Salieri.
Der Mitte Oktober veröffentlichte Teaser zeigt Sharpes schelmischen, fast rockstarhaften Mozart. In einer Szene witzelt er: „Oh igitt, wer hat das geschrieben?“ – ein frecher Seitenhieb auf Salieri – bevor dieser knurrt: „Dieses abscheuliche Geschöpf spielt so himmlisch.“ Der Austausch deutet darauf hin, dass Bartons Adaption eine kühne Neuinterpretation statt einer werkgetreuen Nacherzählung sein wird.
Trailer-Debüt löst Fan-Proteste aus
Die Reaktionen auf den Teaser waren schnell und gespalten. Viele Fans von Formans geliebtem Film von 1984 zeigten sich skeptisch gegenüber einem erneuten Aufgreifen dessen, was sie als Meisterwerk betrachten. In sozialen Medien fragten Nutzer, warum man „Perfektion neu machen“ wolle, während ein viraler Post vorschlug, Sky solle „einfach das Original in 4K remastern“. Laut The Wrap war der Widerstand besonders stark unter Film-Puristen, die den Oscar-Gewinner als unantastbar ansehen.
Besetzungswahl entfacht Debatte über historische Genauigkeit
Ein Großteil der Diskussion drehte sich um die Besetzung – insbesondere um Skys Entscheidung, den britischen Schauspieler japanischer Herkunft Will Sharpe als Mozart zu wählen. Einige Online-Kritiker spotteten über den „salzburgisch-deutsch-österreichisch-asiatischen Komponisten“ und nannten die Wahl historisch ungenau.
Über Sharpe hinaus wurde Skys inklusive Besetzung hinterfragt, da mehrere Zeitgenossen Mozarts – darunter Librettist Lorenzo Da Ponte und Komponist Franz Xaver Süssmayr – von Schauspielern of Color dargestellt werden. Medien wie The Telegraph merkten an, dass Wien im 18. Jahrhundert zwar kosmopolitisch, aber nicht ethnisch vielfältig im heutigen Sinne war. Andere sahen darin die Umsetzung von Skys unternehmensweiter Richtlinie, dass mindestens 20 Prozent der Rollen mit Minderheiten besetzt werden sollen.

Gabrielle Creevy (In My Skin, Black Doves) als Constanze Weber, Mozarts hingebungsvolle Ehefrau.
Befürworter der Serie argumentieren, dass Amadeus schon immer interpretativ und nicht streng historisch gewesen sei. Sie betrachten Sharpes Besetzung als Fortsetzung dieser künstlerischen Freiheit. Unterstützer vergleichen den Ansatz mit Produktionen wie Hamilton und Bridgerton, in denen diverse Ensembles klassische Stoffe für moderne Zuschauer neu belebten.
As an Amazon Associate we earn from qualifying purchases.
Schöpfer und Fans verteidigen das Amadeus-Reboot
Showrunner Joe Barton begegnete der Kontroverse mit Humor. Wie The Wrap berichtete, witzelte er online, das Team werde „alle Kopien des Films von 1984 vernichten“, stellte aber später klar, dass Amadeus „kein heiliger Text“ sei, sondern eine Geschichte, die in vielen Formen erzählt werde. Barton betonte, dass die Sky-Miniserie lediglich die neueste Interpretation einer zeitlosen Rivalität sei – kein Ersatz für Formans Film.
Einige Kritiker bleiben vorsichtig optimistisch. The Spectator merkte an, dass sowohl Sharpe als auch Bettany herausragende Talente seien, die Mozart und Salieri neue Tiefe verleihen könnten. Mit fünf Stunden Laufzeit statt eines zweistündigen Films könne Bartons Version mehr psychologische Nuancen erforschen.
Sharpe, der auch als ausführender Produzent fungiert, erklärte, er habe sich auf die Rolle vorbereitet, indem er Mozarts Musik studierte – um ihre Wechsel zwischen Größe, Dunkelheit, Sanftheit und Verspieltheit einzufangen und so die komplexe Psyche des Komponisten widerzuspiegeln.
Veröffentlichung im Dezember 2025
Ob geliebt oder gehasst – Amadeus erscheint im Dezember 2025 auf Sky und dem Streamingdienst NOW, ein US-Sender steht noch aus. Produziert von Two Cities Television in Zusammenarbeit mit Sky Studios, umfasst die Serie fünf einstündige Episoden. Zu den ausführenden Produzenten gehören Barton, Bettany und Sharpe.
Der Teaser verspricht opulente Kulissen und Kostüme des 18. Jahrhunderts, gepaart mit moderner, energiegeladener Inszenierung – Mozart einmal in gepuderter Perücke und Prunkgewand, im nächsten Moment in einem fieberhaften Ausbruch kreativer Ekstase.







