K. 209a

„Un dente guasto e gelato“ in D-Dur (Fragment), K. 209a

ëłŒí”„ê°• 아마데우슀 ëȘšì°šë„ŽíŠž 작

Miniature portrait of Mozart, 1773
Mozart aged 17, miniature c. 1773 (attr. Knoller)

Mozarts „Un dente guasto e gelato“ (K. 209a) ist eine fragmentarisch ĂŒberlieferte italienische Arie fĂŒr Bass in D-Dur, entstanden 1775 in Salzburg, als der Komponist 19 Jahre alt war. Nur Teile des musikalischen Materials sind erhalten, doch die Skizze gewĂ€hrt einen anschaulichen Einblick in Mozarts frĂŒhen BĂŒhnenstil und sein GespĂŒr fĂŒr komische Charakterzeichnung im Kleinen.[1]

Hintergrund und Kontext

1775 stand Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) in Diensten des Salzburger Hofes und verfeinerte neben seiner Instrumentalmusik kontinuierlich auch sein Handwerk im vokalen Schreiben. „Un dente guasto e gelato“ (K. 209a) scheint in diese praktische, anlassbezogene SphĂ€re zu gehören: ein italienischer Text einer komischen Arie, fĂŒr eine Bassstimme vertont und nur als unvollstĂ€ndiges Partiturfragment erhalten.[1][2]

As an Amazon Associate we earn from qualifying purchases.

Die erhaltene Quelle wird im Kritischen Bericht der Digital Mozart Edition als autographes Partiturfragment (also in Mozarts eigener Handschrift) beschrieben, offenbar aus Privatbesitz; die Anlage des Fragments weist eher auf eine kleine Begleitbesetzung als auf ein vollstÀndiges Theaterorchester hin.[2]

Musikalischer Charakter

Das Überlieferte deutet auf einen bewusst pointierten Klangraum hin: Basssolist mit einem leicht kolorierten Ensemble.

  • Stimme: Bass[1]
  • Instrumente (wie im erhaltenen Partiturfragment ausgewiesen):

- BlÀser/Blech: Horn (in D) - Streicher: Violine - Continuo: Basso (Basslinie/Continuo)

Diese Besetzung – Basslinie plus eine einzelne melodiefĂŒhrende Streicherstimme und eine Hornstimme – entspricht einer intimen, komödienhaften Intermezzo-Manier, in der Klangfarbe den Text mit schnellen Strichen akzentuieren kann, statt mit durchgehender opernhafter Breite zu wirken. Selbst in fragmentarischer Gestalt zeigt K. 209a, wie Mozart erprobt, auf welche Weise sich eine Bassfigur durch Lage, Artikulation und instrumentale Farbe prĂ€gnant konturieren lĂ€sst – FĂ€higkeiten, die in seinem reifen Opernschaffen des folgenden Jahrzehnts zentral werden sollten.[1][2]

[1] Mozarteum Köchel-Verzeichnis entry for K. 209a (work title, genre, key, scoring).

[2] Digital Mozart Edition (DME), Critical Report (Kritischer Bericht) for stage works: notes on the autograph fragment source and score layout for K. 209a.