Thema und Variationen für Orgel in C-Dur (Fragment), K. 383d
par Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Thema und Variationen in C-Dur (K. 383d) ist ein winziges erhaltenes Überbleibsel aus seinen frühen Wiener Jahren und datiert auf etwa 1782–83, als er 26 war. Obwohl das Stück häufig mit der Orgel in Verbindung gebracht wird, weisen die Quellen allgemeiner auf ein fragmentarisches Variationsvorhaben für Tasteninstrument hin, dessen musikalische Substanz nur umrisshaft überliefert ist.
Was bekannt ist
Von K. 383d hat sich nur ein kurzes Tastenfragment erhalten: ein Autographblatt mit einem Thema (Thema), während die Fortsetzung und ein möglicherweise geplanter Variationssatz unvollendet blieb oder verloren ging. Das Köchel Verzeichnis der Internationalen Stiftung Mozarteum führt das Werk unter Klaviervariationen, nennt als Tonart C-Dur und gibt die Besetzung als clavier/organ an – eine Kurzform, die die Unsicherheit widerspiegelt, ob Mozart dabei an einen konkreten Orgelkontext dachte oder eher an eine allgemeinere Verwendung am Tasteninstrument. Vermerkt werden außerdem Wien als Entstehungsort sowie sowohl eine autographe Quelle (eine einblättrige Partitur) als auch spätere Abschriften. [1]
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Biographisch liegt die Datierung des Fragments nahe an Mozarts erster vollen Saison als freischaffender Virtuose und Komponist in Wien, als Tastenimprovisation – und das schnelle Niederschreiben von Themen für mögliche Variationszyklen – zu seiner öffentlichen Persona gehörte. Der bescheidene Umfang dessen, was erhalten ist, passt zu dieser Arbeitswirklichkeit: ein notierter Keim, der als Ausgangspunkt für eine Ausarbeitung am Instrument gedient haben könnte.
Musikalischer Inhalt
Musikalisch lässt sich mit Sicherheit nur das erhaltene Thema beschreiben: eine knappe, diatonische C-Dur-Idee, die sich für eine Variationsbehandlung eignet, notiert als einzelne Tastenstimme, wobei die Harmonik durch konventionelle Figuration des 18. Jahrhunderts impliziert wird. Die überlieferte Seite (wie in der Neue Mozart-Ausgabe vermittelt und in öffentlichen Scans sichtbar) präsentiert das Thema als eine Art Incipit und nicht als vollständigen, aufführbaren Variationszyklus; Fragen nach dem formalen Plan (Anzahl und Charakter der Variationen, ein abschließendes Allegro oder Presto usw.) bleiben daher offen. [2]
[1] International Mozarteum Foundation (KV Online): entry for K. 383d (“Piano piece in C”) with status, dating (Vienna, 1783), sources (autograph leaf), and instrumentation shorthand “clav/org.”
[2] IMSLP: “Theme in C major, K.Anh.38/383c” (scan of NMA IX/26) summarizing the work as a short theme fragment and giving general information (year 1782; instrumentation “organ (or piano)”).




