Thema fĂŒr Cembalo in G-Dur (K. 73w)
di Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Thema fĂŒr Cembalo in G-Dur (K. 73w) ist ein winziges TastenstĂŒck, das mit seiner Italienreise in Verbindung steht, auf 1770 datiert wird und mit Verona verknĂŒpft ist, als der Komponist 14 Jahre alt war. In den Quellen hat sich kaum mehr als eine kurze thematische Idee erhalten â dennoch gewĂ€hrt sie einen aufschlussreichen Einblick in Mozarts Denken in knappen, sanglichen Phrasen am Tasteninstrument.
Hintergrund und Kontext
Anfang 1770 reiste Wolfgang Amadeus Mozart (1756â1791) gemeinsam mit seinem Vater Leopold auf der ersten ihrer Italienreisen durch Norditalien, trat öffentlich als Wunderkind auf und nahm unterwegs lokale StilprĂ€gungen in sich auf. Verona ist als eine der Stationen der Tour eindeutig belegt: Eine berĂŒhmte PortrĂ€tsitzung dort im Januar 1770 bewahrt sogar ein notiertes TastenstĂŒck auf dem Notenpult â ein fragmentarisches Molto Allegro in G-Dur (K. 72a) â, was unterstreicht, wie eng Mozarts italienischer Reiseverlauf und seine Improvisationen am Tasteninstrument miteinander verflochten sein konnten.[1]
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Vor diesem Hintergrund wird K. 73w allgemein als kurzes thema beschrieben â als in sich geschlossener âKeimâ von Melodie und Harmonie, nicht als ausgearbeitetes, mehrteiliges Werk. Wie andere kleine, aus diesen Reisemonaten ĂŒberlieferte TastenstĂŒcke war es vermutlich fĂŒr den unmittelbaren Gebrauch am Instrument bestimmt (zum Ăben, als Demonstration oder als Material, das man im Vortrag weiter ausspinnen konnte) und nicht fĂŒr eine Veröffentlichung.[2]
Musikalischer Charakter
Auf dem Papier zeigt sich K. 73w als kompaktes Thema in G-Dur: eine klare, diatonische Idee, die leicht zu erfassen und gut im GedĂ€chtnis zu behalten ist. Gerade in seiner Ăkonomie liegt der Nutzen â ausgewogene Phrasierung und eine geradlinige harmonische Zielrichtung deuten auf einen musikalischen âImpulsâ hin, der zur Fortsetzung einlĂ€dt (etwa durch Variation, Figuration oder kontrapunktische Verarbeitung), selbst wenn die Quelle nur die grundlegende Aussage ĂŒberliefert.[2]
[1] The Morgan Library & Museum â âMozart in Veronaâ (context for Mozartâs documented Verona stop in early January 1770 and the notated G-major keyboard fragment K. 72a shown in the portrait).
[2] BĂ€renreiter (US) â product page for a collection including Mozartâs miscellaneous keyboard works and listing K. 73w among them (evidence of the workâs identification and survival within keyboard miscellany).




