K. 97

Sinfonie Nr. 47 in D (zweifelhaft), K. 97

von Wolfgang Amadeus Mozart

Portrait of Mozart aged 13 in Verona, 1770
Mozart aged 13 at the keyboard in Verona, 1770

Mozarts Sinfonie in D-Dur (K. 97) – in Ă€lteren Katalogen mitunter als Sinfonie Nr. 47 bezeichnet – wird traditionell auf April 1770 in Rom datiert, als er 14 Jahre alt war. Erhalten ist sie nur in spĂ€teren Abschriften, und ihre Zuschreibung gilt seit Langem als zweifelhaft, auch wenn einige Autoren sie fĂŒr ein echtes Werk Mozarts halten.

Hintergrund und Kontext

Im FrĂŒhjahr 1770 hielt sich Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) wĂ€hrend seiner ersten Italienreise in Rom auf und nahm dort – auf Reisen mit seinem Vater Leopold – den italienischen Orchesterstil aus nĂ€chster NĂ€he in sich auf. Die Sinfonie in D-Dur, K. 97, wird gemeinhin in diesen römischen Zusammenhang gestellt und hĂ€ufig mit den frĂŒhen „Römischen Sinfonien“ gruppiert; dennoch bleibt die Autorschaft unsicher, da keine autographen Noten bekannt sind und das StĂŒck ausschließlich in nichtautographen Quellen ĂŒberliefert ist.[1][2]

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Musikalischer Charakter

Auf dem Papier erscheint K. 97 als kompakte Sinfonie in vier SĂ€tzen – Allegro, Andante, Menuetto e Trio, Presto – und bewegt sich in der hellen, öffentlichen D-Dur-Klangwelt, die man mit festlich-reprĂ€sentativem Orchestersatz verbindet.[3] Die Besetzung scheint einem frĂŒhklassischen Orchester zu entsprechen. In den Quellen und in der modernen Katalogisierung werden meist Oboen und Hörner mit Streichern genannt; in manchen Materialien sind außerdem Stimmen ĂŒberliefert, die Trompeten und Pauken hinzufĂŒgen – Details, die unterstreichen, wie leicht solche frĂŒhen Sinfonien zirkulieren, abgeschrieben und mitunter „aufgefĂŒllt“ werden konnten, um lokalen Gegebenheiten zu entsprechen.[1][3]

Musikalisch bevorzugen die EcksĂ€tze eine zupackende thematische Rhetorik und rasche Kadenzwendungen statt jener ausgreifenden Argumentation, die Mozarts spĂ€tere Sinfonien prĂ€gt; das Andante bietet einen schlichteren, liedhaften Kontrast, wĂ€hrend das Menuetto das Werk fest in der gesellschaftlichen TanzsphĂ€re der Zeit verankert.[3] Im Vergleich mit sicher zugeschriebenen Werken derselben Reise kann K. 97 den Eindruck eines jungen Komponisten erwecken, der italienische Orchestergepflogenheiten erprobt – doch die zweifelhafte Überlieferungslage bedeutet, dass solche Stilbeobachtungen die Frage der Autorschaft nicht entscheiden können.

Stellung im Katalog

Ob von Mozart oder von einem nahen Zeitgenossen (wie mitunter vorgeschlagen), steht K. 97 am Rand seines sinfonischen Kanons: eine kurze D-Dur-Sinfonie aus der römischen Zeit, ohne autographes Material ĂŒberliefert und daher oft als „zweifelhaft“ gekennzeichnet, zugleich aber auch hĂ€ufig aufgefĂŒhrt und als möglicherweise authentisch diskutiert.[2][4]

[1] Mozarteum Salzburg, Köchel Catalogue entry for KV 97/01 (work data; notes standardized scoring for Mozart’s early symphonies; flags doubtful authenticity).

[2] Wikipedia: “Mozart symphonies of spurious or doubtful authenticity” (context for K. 97’s doubtful status and transmission issues).

[3] IMSLP: “Symphony No.47 in D major, K.97/73m (doubtful)” (movement list; commonly transmitted instrumentation details; publication/copying overview).

[4] Wikipedia: “Symphony, K. 97 (Mozart)” (summary of authorship discussions and traditional Rome/1770 dating in reference literature).