Sinfonie Nr. 45 in D-Dur (zweifelhaft), K. 95
von Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie in D-Dur (K. 95), bisweilen als âSinfonie Nr. 45â gezĂ€hlt, ist ein Werk, das traditionell mit Mozarts Italienreise von 1770 in Verbindung gebracht wird, als er 14 Jahre alt war. Die Zuschreibung bleibt jedoch zweifelhaft, da keine Partitur im Autograph erhalten ist und die ĂŒberlieferten Quellen keine sichere Authentifizierung erlauben.
Was bekannt ist
Die Sinfonie in D-Dur, K. 95 ist in nichtautographen Quellen ĂŒberliefert und wird heute im Köchel-Katalogeintrag des Mozarteums als Werk zweifelhafter Echtheit gefĂŒhrt.[1] Ăltere Katalogisierungen brachten sie mit Rom im Jahr 1770 (Mozarts erster Italienreise) in Verbindung; Wissenschaftler weisen jedoch darauf hin, dass die konkreten Grundlagen fĂŒr diese Orts- und Datumszuweisung nicht verlĂ€sslich dokumentiert sind. Das Fehlen einer autographen Partitur bleibt das zentrale Problem der Zuschreibung.[2]
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Dennoch wird K. 95 hÀufig zusammen mit den benachbarten D-Dur-Sinfonien der Italienreise (insbesondere K. 97) diskutiert: In ihrer musikalischen Sprache erscheint sie durchaus als plausibel mozartisch, wÀhrend hinsichtlich der Autorschaft weiterhin Vorsicht geboten ist.[3]
Musikalischer Inhalt
K. 95 ist als offenbar vollstĂ€ndige Sinfonie in vier SĂ€tzen im gelĂ€ufigen Schema schnellâlangsamâMenuettâschnell ĂŒberliefert:[3]
- I. Allegro (D-Dur)
- II. Andante (G-Dur)
- III. Menuetto (D-Dur) mit Trio (d-Moll)
- IV. Allegro (D-Dur)
Die ĂŒberlieferte Besetzung entspricht dem hellen, reprĂ€sentativen Typus der D-Dur-Sinfonie: paarweise Oboen und Trompeten mit Streichern (mit der im 18. Jahrhundert ĂŒblichen Praxis, die Basslinie bei VerfĂŒgbarkeit durch Fagotte und/oder Cembalo zu verstĂ€rken). AuffĂ€llig ist, dass die Trompeten im Andante schweigen, das stattdessen durch eine weichere BlĂ€serfĂŒhrung geprĂ€gt ist.[3] In ihrem kompakten Umfang (rund ein Dutzend Minuten) entspricht die Sinfonie jener Art knapper Reisesinfonie, die Mozart und sein Vater Leopold in den italienischen Monaten des Jahres 1770 suchten â und bisweilen auch nachahmten â, selbst wenn K. 95 nicht mit Sicherheit Mozart zugeschrieben werden kann.[2]
[1] Internationale Stiftung Mozarteum (Köchel-Verzeichnis): KV 95 âSymphony in Dâ â status, key, and instrumentation; marked âWork of doubtful authenticity.â
[2] Wikipedia: âMozart symphonies of spurious or doubtful authenticityâ â summary discussion of K. 95/73n and the attribution problem (lack of autograph; grounds for Rome/1770 assignment unstated).
[3] Wikipedia: âSymphony, K. 95 (Mozart)â â movement list and overview of scoring and historical attribution discussions.




