K. 81

Sinfonie Nr. 44 in D-Dur (zweifelhaft), K. 81

av Wolfgang Amadeus Mozart

Portrait of Mozart aged 13 in Verona, 1770
Mozart aged 13 at the keyboard in Verona, 1770

Traditionell als frĂŒhe Sinfonie in D-Dur (K. 81) katalogisiert, soll dieses kompakte Werk aus Mozarts erster Italienreise stammen, wahrscheinlich aus Rom im Jahr 1770, als er 14 war. Seine Zuschreibung bleibt jedoch in der modernen Forschung umstritten, und es wird hĂ€ufig im Zusammenhang mit Mozarts Sinfonien zweifelhafter Echtheit behandelt.

Hintergrund und Kontext

Im FrĂŒhjahr 1770 reiste Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) gemeinsam mit seinem Vater Leopold Mozart im Rahmen der berĂŒhmten ersten Italienreise durch Italien. K. 81 wird traditionell in Rom im Jahr 1770 verortet (oft mit dem konkreten Datum 25. April) und kursierte lange unter Mozarts Namen als kurze D-Dur-Sinfonie—in Ă€lteren Verzeichnissen mitunter als „Nr. 44“ gefĂŒhrt.[1][2]

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Gleichzeitig ist die Autorschaft des Werkes nicht gesichert. Moderne Nachschlagewerke zĂ€hlen K. 81 regelmĂ€ĂŸig zu den Sinfonien, die unecht oder von zweifelhafter AuthentizitĂ€t sind, und einige Autoren haben vorgeschlagen, dass Leopold Mozart der Komponist gewesen sein könnte.[3][2] Dennoch ist es sinnvoll, das StĂŒck als Teil jener orchestralen Welt der „italienischen sinfonia“ zu lesen, der die Mozarts begegneten—Musik, die auf schnelle Wirkung im Theater oder im festlichen Rahmen zielte, typischerweise mit leuchtenden EcksĂ€tzen und einem leichteren, liedhaften Zentrum.

Musikalischer Charakter

K. 81 ist eine knappe dreisĂ€tzige Sinfonie (schnell–langsam–schnell), die gĂ€ngige Anlage der italienischen sinfonia der Mitte des 18. Jahrhunderts.[1] Die Tonart D-Dur, stark mit zeremonieller Strahlkraft verbunden, passt zur nach außen gerichteten, extrovertierten Haltung der Musik: Die AußensĂ€tze bevorzugen klar konturierte rhythmische Profile, nachdrĂŒckliche Kadenzen und unkomplizierte TonartenplĂ€ne, die das Geschehen in Bewegung halten.

Die Besetzung entspricht dem zu erwartenden frĂŒhklassischen Orchester der Zeit—Streicher mit je zwei Oboen und Hörnern—konzipiert fĂŒr eine starke Projektion in öffentlichen RĂ€umen, ohne das schwerere rhetorische Gewicht von Trompeten und Pauken.[1] Hört (oder liest) man mit Blick auf Mozarts spĂ€tere sinfonische Art, liegen die aussagekrĂ€ftigsten Merkmale nicht in „großen EinfĂ€llen“, sondern im Handwerk: in der schnellen Art, wie der Kopfsatz D-Dur etabliert, in der Vorliebe fĂŒr Figuren mit repetierten Tönen und Dreiklangsumrissen sowie in dem Instinkt, kleine Phrasen zu regelmĂ€ĂŸigen, einprĂ€gsamen Spannweiten auszubalancieren.

Stellung im Werkverzeichnis

Ob K. 81 nun von Mozart ist oder nicht: stilistisch gehört es in die NĂ€he der Gruppe kurzer D-Dur-Sinfonien, die mit der Italienreise von 1770 verbunden werden—Werke, in denen ein jugendlicher Komponist (oder ein naher Zeitgenosse) das vorherrschende italienische Orchesteridiom aufnimmt, bevor Mozarts Salzburger Sinfonien der Mitte der 1770er Jahre in Umfang und harmonischem Anspruch zu wachsen begannen.[3][1]

[1] IMSLP work page for Symphony No. 44 in D major, K. 81/73l (includes basic cataloging, scoring, and sources for parts/scores).

[2] Wikipedia article: “Symphony, K. 81 (Mozart)” (overview, traditional dating/place, and discussion of doubtful attribution).

[3] Wikipedia list: “Mozart symphonies of spurious or doubtful authenticity” (places K. 81 among doubtful works; contextualizes the disputed status).