Serenade in C, âGanz kleine Nachtmusikâ (K. 648)
von Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Serenade in C (âGanz kleine Nachtmusikâ), K. 648, ist eine kompakte Serenade in sieben SĂ€tzen fĂŒr zwei Violinen und Bass (oft vom Violoncello ausgefĂŒhrt), vermutlich in der Mitte bis spĂ€ten 1760er-Jahre entstandenâtraditionell auf 1766 datiertâals er etwa zehn Jahre alt war. In Leipzig wiederentdeckt und erst in jĂŒngster Zeit, 2024, uraufgefĂŒhrt, bietet sie einen seltenen Einblick in Mozarts Denken in miniaturhaften Tanzformen ganz am Beginn seines kammermusikalischen Weges.[1][2]
Mozarts Leben in dieser Zeit
1766 war Mozart zehn Jahre alt, bereits als Wunderkind gefeiert und mit seiner Familie hĂ€ufig unterwegsâauf Konzertreisen ebenso wie auf der Suche nach Gönnern und Auftrittsmöglichkeiten. FĂŒr K. 648 sind jedoch weder Entstehungsort noch konkreter Anlass bekannt; das Werk ist nur in einer einzigen Quelle ĂŒberliefert, die es âWolfgang Mozartâ zuschreibt, und seine Autorschaft gilt als sehr wahrscheinlich.[1]
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Musikalischer Charakter
K. 648 ist eine Serenade in C-Dur fĂŒr Streicherâzwei Violinen ĂŒber einer Bassstimme (hĂ€ufig vom Violoncello gespielt)âin sieben knappen SĂ€tzen, die eher an eine Folge gesellschaftlicher TĂ€nze als an ein Konzertwerk erinnert.[2] Der Ablauf ist:
- I. Marche (C-Dur)
- II. Allegro (C-Dur)
- III. Menuet I (C-Dur) â Trio (F-Dur)
- IV. Polonese (C-Dur)
- V. Adagio (F-Dur)
- VI. Menuet II (C-Dur) â Trio (F-Dur)
- VII. Finale: Allegro (C-Dur)[2]
AuffĂ€llig sind die kindliche Klarheit der Tonartenanlage (C-Dur als Zentrum mit wiederholten AusflĂŒgen in die Subdominante F-Dur) und die pragmatische, ganz âaufs Papierâ gerichtete Handwerklichkeit: kurze Spannweiten, saubere Kadenzen und idiomatische Violinstimmen, die auf Musik deuten, die sich leicht spielen und unmittelbar genieĂen lĂ€sstâein Mozart in der Lehrzeit, der in Miniaturform Genre und Gestus erprobt, statt nach Tiefe zu streben.
[1] International Mozarteum Foundation (Köchel-Verzeichnis online): KV 648 work entry, source situation and authenticity assessment
[2] IMSLP: score availability plus basic catalog data (key, instrumentation) and movement list with keys and incipits




