K. 515c

Satz für ein Streichquintett in a-Moll, K. 515c (Fragment)

ヴォルフガング・アマデウス・モーツァルト作

Silverpoint drawing of Mozart by Dora Stock, 1789
Mozart, silverpoint by Dora Stock, 1789 — last authenticated portrait

Mozarts Satz für ein Streichquintett in a-Moll (K. 515c) ist ein unvollendeter Einzelsatz aus Wien, der vermutlich aus dem Jahr 1791 stammt und nur in fragmentarischer Gestalt überliefert ist [1] [2]. Für die Standardbesetzung des „Bratschenquintetts“ (zwei Violinen, zwei Bratschen, Violoncello) gesetzt, eröffnet er einen seltenen Blick darauf, wie der 35-jährige Mozart am Ende seines Lebens erneut in der dunklen, konzentrierten Tonart a-Moll denkt [2].

Hintergrund und Kontext

1791 lebte und arbeitete Mozart in Wien und versuchte, starke praktische Belastungen mit einem bemerkenswerten späten kreativen Aufschwung in Einklang zu bringen. K. 515c gehört in dieses letzte Jahr und ist als das erhalten, was die Neue Mozart-Ausgabe als Fragment eines ersten Quintettsatzes beschreibt, mit der Vortragsbezeichnung Allegro moderato [2]. Die Autographquellen sind zwischen Bergamo (Civico Istituto Musicale „Gaetano Donizetti“) und der Bibliotheca Mozartiana in Salzburg aufgeteilt, was auf eine Überlieferungsgeschichte hindeutet, die teilweise unabhängig von Mozarts besser dokumentierten, vollständigen Kammermusikwerken verläuft [2].

As an Amazon Associate we earn from qualifying purchases.

Musikalischer Charakter

Die Besetzung entspricht Mozarts charakteristischer Streichquintett-Anordnung—zwei Violinen, zwei Bratschen und Violoncello—wobei die Stimmen im Autograph ausdrücklich bezeichnet sind [2]. Die Tempobezeichnung Allegro moderato (gleich zu Beginn notiert) legt eine Anlage als erster Satz nahe, und moderne Einspielungen und Kataloge präsentieren das Stück entsprechend [1] [3]. Das Erhaltene ist zu unvollständig, um einen verlässlichen formalen Verlauf zu skizzieren; doch selbst als Torso verweist es auf den späten Mozart’schen Quintettstil: dialogische Stimmenführung, in der die Mittelstimmen (die beiden Bratschen) als ausdrucksstarke Ebenbürtige behandelt werden und nicht bloß harmonisch auffüllen—eine Haltung, die Mozart in seinen reifen Bratschenquintetten bereits vollendet hatte und die er hier in einer stärker verdunkelten a-Moll-Sprache erneut aufzugreifen scheint [1].

[1] AllMusic work entry: Movement for string quintet in A minor (fragment), K. Anh. 79 (K. 515c).

[2] Digitale Mozart-Edition (Stiftung Mozarteum Salzburg): NMA Kritischer Bericht PDF including source description for KV Anh. 79 (515c) (*Allegro moderato*), autograph locations and instrumentation labeling.

[3] MusicBrainz release tracklist reference showing standard modern identification: “Allegro moderato (fragment)” for K. 515c/Anh. 79.