K. 143

Motette fĂŒr Sopran in G, „Ergo interest“ (zweifelhaft), K. 143

par Wolfgang Amadeus Mozart

Portrait of Mozart aged 13 in Verona, 1770
Mozart aged 13 at the keyboard in Verona, 1770

Mozarts „Ergo interest“ – „Quaere superna“ (K. 143) ist ein kleines lateinisches geistliches SolostĂŒck fĂŒr Sopran und Streicher in G-Dur, das in einer Überlieferung vorliegt, die seine Urheberschaft unsicher lĂ€sst. Oft mit Mozarts frĂŒher Salzburger Kirchenmusik in Verbindung gebracht, empfiehlt sich das Werk dennoch am ehesten als kleine liturgische Komposition von zweifelhafter AuthentizitĂ€t.

Hintergrund und Kontext

K. 143 ist als Werk zweifelhafter AuthentizitĂ€t katalogisiert und liegt als erhaltenes, abgeschlossenes StĂŒck fĂŒr Sopran mit Streicherbegleitung und Orgel-Continuo vor [1]. Die Musik ist als zusammengehöriges Paar aus Rezitativ und Arie ĂŒberliefert („Ergo interest, an quis 
“ / „Quaere superna“) und wird hĂ€ufig als kompakte Solo-Motette fĂŒr den kirchlichen Gebrauch verstanden, nicht als Teil des Ordinariums einer Messe [2].

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Da die Zuschreibung umstritten ist, hört man das StĂŒck am sichersten im stilistischen Umfeld der geistlichen Musik des 14-jĂ€hrigen Mozart in und um Salzburg—geschickt, praxisnah und auf eine einzelne versierte Solistin zugeschnitten—ohne ihm einen gesicherten Platz im Autographen-Kanon zuzuweisen [1].

Musikalischer Charakter

Die Besetzung ist bescheiden und klar auf den kirchlichen Gebrauch ausgerichtet: Stimme (Sopran), getragen von Streichern und Basso continuo (Orgel mit Violoncello-/Basslinie) [2]. In der AuffĂŒhrung entfaltet sich das Werk meist als ausdrucksvolles, deklamatorisches Rezitativ, dem eine regelmĂ€ĂŸiger geformte Arie folgt—ein italianisierendes geistliches Idiom, das der Solistin erlaubt, in kurzer Zeit von rhetorischer Mahnung zu lyrischer Überzeugung zu wechseln.

Harmonisch bleibt das StĂŒck im hellen, unkomplizierten Umkreis, den G-Dur nahelegt, und die Textur begĂŒnstigt eine klare melodische FĂŒhrung statt kontrapunktischer Schau. FĂŒr Hörerinnen und Hörer, die sich fĂŒr Mozarts frĂŒhe Entwicklung interessieren, ist „Ergo interest“ gerade als kleinformatige Studie textgeleiteter Vokalschreibweise aufschlussreich—unabhĂ€ngig davon, ob sich die Autorschaft am Ende eindeutig klĂ€ren lĂ€sst.

[1] Mozarteum (Köchel Verzeichnis) work entry for KV 143 — status (doubtful), key, dating, and basic instrumentation.

[2] IMSLP work page for Ergo interest, K.143/73a — general information (key, likely date, instrumentation) and access to score sources.