Menuett für Orchester in A-Dur, K. 061g,01
de Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Menuett für Orchester in A-Dur (K. 061g,01) ist ein kurzes Salzburger Tanzstück aus dem Jahr 1770 und stammt aus dem vierzehnten Lebensjahr des Komponisten. In einer autographen Quelle überliefert, gehört es eher in die praktische Welt höfischer und bürgerlicher Musikpraxis als in den Konzertsaal.
Hintergrund und Kontext
1770 hielt sich Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) einen Teil des Jahres in Salzburg auf und balancierte lokale Verpflichtungen mit den Reise- und Kompositionsambitionen aus, die seinen Stil als Teenager bereits prägten. Das Menuett in A-Dur (K. 061g,01) ist bei der Internationalen Stiftung Mozarteum als erhaltenes, abgeschlossenes Werk verzeichnet, schlicht datiert „Salzburg, 1770“; unter den Quellen ist eine autographe Überlieferung aufgeführt.[1]
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Dasselbe musikalische Material ist auch in einer Klavierfassung im Umlauf: Der Eintrag im Köchel-Verzeichnis nennt die Besetzung knapp als clav (Tasteninstrument), obwohl das Werk unter der Rubrik „für Orchester“ geführt wird.[1] Eine solche doppelte Überlieferung ist typisch für funktionale Tänze, die je nach verfügbaren Kräften abgeschrieben, angepasst und reduziert werden konnten.
Musikalischer Charakter
Als Menuett gehört das Stück zur Tradition des Tanzes im Dreiertakt mit ausgewogenen Phrasen. Wahrscheinlich ist es in den üblichen zwei, jeweils wiederholten Teilen angelegt und dürfte—der Gattungserwartung entsprechend—ursprünglich mit einem kontrastierenden Mittelteil (Trio) verbunden gewesen sein (oder von diesem gefolgt worden sein), bevor das Menuett wiederkehrt.[1] In A-Dur schreibt Mozart in einer hellen, streicherfreundlichen Tonart, die oft offene Klanglichkeiten und eine unkomplizierte Tonika–Dominante-Gliederung begünstigt—passend für Musik, die Körper in Bewegung setzen ebenso soll wie Ohren fesseln.
Platz im Katalog
K. 061g,01 steht inmitten von Mozarts frühen Salzburger Tänzen, als kleinformatige Ergänzung zu den größeren Serenaden und sinfonischen Werken seiner Jugend. Heute gehört, erlaubt es einen Blick auf den 14-jährigen Mozart bei der Arbeit am höfischen „öffentlichen“ Idiom: klare Phrasierung, rasche harmonische Durchdringung und ein sicheres Gespür für Proportionen.[1]
1 Internationale Stiftung Mozarteum, Eintrag im Köchel-Verzeichnis: „KV 61g,01 – Minuet in A for orchestra“ (Datierung Salzburg 1770; Angaben zu Status, Tonart, Besetzung, Quellenhinweisen). https://kv.mozarteum.at/en/work/minuet-in-a-for-orchestra-1747




