K. 477a

Kantate „Per la ricuperata salute di Ofelia“ (Fragment), K. 477a (G-Dur)

av Wolfgang Amadeus Mozart

Unfinished portrait of Mozart by Lange, 1782-83
Mozart, unfinished portrait by Joseph Lange, c. 1782–83

Per la ricuperata salute di Ofelia (K. 477a) ist eine kurze weltliche Kantate in G-Dur, 1785 in Wien entstanden, als Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) 29 Jahre alt war. Erhalten sind nur unvollständige Zeugnisse, und selbst die ursprünglich vorgesehene Besetzung ist in modernen Überblicksdarstellungen nicht eindeutig gesichert.

Was bekannt ist

Per la ricuperata salute di Ofelia („Zur wiedererlangten Gesundheit der Ofelia“), K. 477a, wird mit Wien im Jahr 1785 in Verbindung gebracht und ist in der Überlieferung des Mozart-Werkkatalogs nur fragmentarisch bzw. insgesamt nicht vollständig zuverlässig erhalten [1]. Der Text stammt von Lorenzo Da Ponte; außerdem wird das Werk – zumindest in späteren Berichten – mit einem kollaborativen Entstehungskontext verknüpft, an dem Antonio Salieri und ein dritter Beteiligter namens „Cornetti“ mitgewirkt haben sollen [2].

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Vor dem Hintergrund von Mozarts Wiener Jahr 1785 – geprägt von öffentlichen Klavierkonzerten, Kammermusik und intensivem beruflichem Netzwerken – erscheint diese kleine Kantate als Gelegenheitswerk: Musik für einen konkreten gesellschaftlichen Anlass, nicht für das Theater oder den Abonnement-Konzertsaal.

Musikalischer Inhalt

Mit einiger Sicherheit lässt sich das überlieferte musikalische Profil beschreiben: Die Kantate steht in G-Dur und bewegt sich in einem sanft wiegenden 6/8-Gang; in modernen Präsentationen des wiederentdeckten Materials ist sie als Andante pastorale bezeichnet [2]. Der Beginn entfaltet ein unmissverständliches pastorale-Kolorit – weiche Schaukelbewegung, unkomplizierte diatonische Harmonik und eine Phrasierung, die auf eine vokale Linie zielt, die der Klarheit italienischer Deklamation dient.

Die Seite vermittelt eher einen intimen, häuslichen Maßstab als einen zeremoniellen: In ihrer Rhetorik steht sie Mozarts Salonkantaten und Liedern näher als seinen groß dimensionierten Wiener Konzertwerken derselben Saison; ihr Reiz liegt gerade in dieser bescheidenen, elegant geformten Oberfläche.

[1] Internationale Stiftung Mozarteum (Köchel-Verzeichnis online): KV 477a work entry with basic catalogue information and surviving designation.

[2] Wikipedia: overview of Per la ricuperata salute di Ofelia, including Da Ponte attribution and commonly cited musical details (key, meter, tempo marking in modern presentations).