Rondo für Streichquartett in B-Dur (Fragment), K. 458b
ヴォルフガング・アマデウス・モーツァルト作

Mozarts Rondo für Streichquartett in B-Dur (Fragment), K. 458b, ist ein erhaltenes Stückwerk aus seinen späten Wiener Jahren und dürfte wohl auf 1789–1790 datieren. Für das Standardquartett (zwei Violinen, Viola, Violoncello) geschrieben, erlaubt es einen kurzen Blick auf den flüssigen, dialogischen Quartettstil, den Mozart mit 34 Jahren bereits vollendet beherrschte.
Hintergrund und Kontext
Um 1789–1790 war Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) in Wien damit beschäftigt, anspruchsvolle „öffentliche“ Projekte mit eher privater Arbeit auszubalancieren, und seine Kammermusik dieser Jahre steht oft in unmittelbarer Nähe zur Welt des Musizierens unter Freunden und Förderern. K. 458b gehört in diesen späten Wiener Moment: Es handelt sich um einen unvollendeten Quartettsatz in B-Dur, der nur als kurzes Autograph-Fragment auf einer einzigen beschriebenen Seite überliefert ist.[1]
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Der genaue Zweck des Fragments ist nicht zuverlässig dokumentiert. Dennoch ordnet die Wahl von Tonart und Besetzung es ganz selbstverständlich Mozarts reifer Quartettkunst zu—jener Musik, in der die vier Instrumente meist als gleichberechtigte Partner agieren, Motive zwischen den Stimmen weiterreichen und die erste Violine nicht als dauernden Solisten behandeln.[1]
Musikalischer Charakter
Nur ein kleiner Teil des Satzes ist erhalten, doch das Manuskript deutet eine rondoartige Anlage an: ein Wiederkehrprinzip (ein Refrain im Wechsel mit kontrastierenden Episoden), das für Mozarts Finali und Sätze nach dem Menuett zentral war. Für zwei Violinen, Viola und Violoncello gesetzt, lässt die Schreibweise die gefasste, heitere Rhetorik erkennen, die im kammermusikalischen Idiom Mozarts mit B-Dur verbunden ist—Musik, die an der Oberfläche verbindlich wirken kann und doch auf straffer motivischer Arbeit sowie raschem, wachem Dialog zwischen den Stimmen beruht.[1]
Da das Fragment so früh abbricht, bleiben größere formale Wegmarken—wie der Refrain bei jeder Wiederkehr variiert worden wäre, wie weit Mozart den harmonischen Kontrast in den Episoden getrieben hätte und ob das Violoncello ein stärker solistisches Profil gewonnen hätte—Sache der Schlussfolgerung und nicht der unmittelbaren Beobachtung anhand der erhaltenen Seite.[1]
[1] Internationale Stiftung Mozarteum, Köchel-Verzeichnis entry for K. 458b (“Quartet movement in B flat”), with dating, scoring, and source summary.




