Menuett für Klavier in D-Dur (K. 385h,02)
볼프강 아마데우스 모차르트 작

Mozarts Menuett für Klavier in D-Dur (K. 385h,02) ist ein kurzes, unvollendetes Tanzsatz-Fragment für Tasteninstrument aus seinen Wiener Jahren, das meist auf Juli 1789 datiert wird, als er 33 Jahre alt war.1 Selbst in dieser bruchstückhaften Gestalt verweist es auf das Talent des späten Mozart, einer einfachen höfischen Gattung eine klare harmonische Linie und ausgewogen proportionierte Phrasen zu geben.
Hintergrund und Kontext
1789 lebte Mozart in Wien und musste das Komponieren mit Unterricht und den praktischen Anforderungen eines freiberuflichen Musikerlebens in Einklang bringen. Um den Juli dieses Jahres—als er auch die Klaviersonate in D-Dur, K. 576 vollendete—hinterließ er einen kleinen Menuettsatz in D-Dur für Tasteninstrument, der als unvollständiges, aber erhaltenes Fragment überliefert ist.21
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Musikalischer Charakter
Auf dem Papier erscheint das Stück als knappes Menuetto in D-Dur, geprägt von der souveränen, viertaktigen Rhetorik des Tanzstils des späten 18. Jahrhunderts: deutliche Tonika-Betonung, regelmäßige Kadenzen und eine Satzweise, die eine kantable rechte Hand über einer stützenden Begleitung der linken Hand bevorzugt.2 Der harmonische Verlauf ist geradlinig und funktional; das deutet eher auf ein Gelegenheitsstück oder einen rasch skizzierten Satz als auf eine groß angelegte, entwickelnde Klavieranlage—und doch ist die Stimmführung typisch klar, mit Kadenzen, die vorbereitet werden, statt nur beiläufig „hingesetzt“ zu wirken.2
[1] Wikipedia: Köchel catalogue entry list showing “385h,02 … Minuet for Piano in D … July 1789 … Vienna”.
[2] Internationale Stiftung Mozarteum (Köchel Verzeichnis): KV 385h,02 described as a minuet movement in D for clavier (or strings), extant and uncompleted; dated broadly to Vienna, 1786–1790.




