K. 315a

8 Menuette (Acht Menuette), K. 315a (C-Dur und verwandte Tonarten)

沃尔夫冈·阿马德乌斯·莫扎特

Miniature portrait of Mozart, 1773
Mozart aged 17, miniature c. 1773 (attr. Knoller)

Mozarts 8 Menuette (K. 315a) sind ein kompakter Zyklus höfischer Tänze für Tasteninstrument, vermutlich Ende 1773 in Salzburg entstanden, als der Komponist 17 Jahre alt war. Vor allem in einer autographen Klavierfassung überliefert, geben die Stücke einen kleinen, aber aufschlussreichen Einblick in Mozarts Arbeit an der ausgewogenen Phrasierung des Menuetts und an einer klaren, gut singbaren Melodik im häuslichen Maßstab.[1][2]

Hintergrund und Kontext

1773 war Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) nach seiner dritten Italienreise wieder in Salzburg. Er arbeitete in der höfischen Musikwelt der Stadt und baute zugleich seine Sicherheit in verschiedensten Gattungen weiter aus – von Kirchenmusik über Serenaden bis hin zu instrumentalen Miniaturen. Die erhaltene Quellenlage zu K. 315a ist ungewöhnlich schmal; stilistische und paläographische Kriterien haben die Herausgeber jedoch dazu geführt, die Menuette wahrscheinlich in Salzburg auf Ende 1773 zu datieren.[1] Obwohl als Klaviersammlung überliefert, dürfte der Zyklus Tänze widerspiegeln (oder aus ihnen hervorgegangen sein), die ursprünglich für Orchester gedacht waren und dann in einer für das private Musizieren geeigneten Tastenfassung bewahrt wurden.[1]

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Musikalischer Charakter

K. 315a umfasst acht kurze Menuette (jeweils mit Trio), geschrieben in schlichten Tanzformen mit zwei Wiederholungsteilen: auf den Menuett-Teil folgt ein kontrastierendes Trio, danach kehrt das Menuett zurück. Obwohl häufig als Zyklus „in C-Dur“ bezeichnet, durchläuft die Sammlung mehrere nahe verwandte Tonarten (darunter C-Dur, A-Dur, G-Dur, D-Dur und F-Dur). Das verleiht der Folge ein sanft variiertes harmonisches Profil, während die technischen Anforderungen bescheiden bleiben.[3] Auf dem Notenbild bevorzugt Mozart regelmäßige Vier- und Achttakter, klare Kadenzen und sangliche Linien der rechten Hand, getragen von einfachen Begleitfiguren der linken – Musik, die weniger auf virtuose Schaustellung zielt als auf Haltung, Übersichtlichkeit und den leisen Witz kleiner, symmetrischer Gesten.[1]

[1] G. Henle Verlag (PDF): commentary discussing provenance, likely Salzburg late 1773 dating, and relation to an earlier orchestral original (No. 83: Eight Minuets K. 315a/315g).

[2] Internationale Stiftung Mozarteum: Köchel-Verzeichnis entry for KV 315a “Acht Menuette” (work record and source notes).

[3] IMSLP work page for “8 Minuets, K.315a/315g”: basic overview and list of the individual minuet keys transmitted with the set.