„Un dente guasto e gelato“ in D-Dur (Fragment), K. 209a
von Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts „Un dente guasto e gelato“ (K. 209a) ist eine fragmentarisch überlieferte italienische Arie für Bass in D-Dur, entstanden 1775 in Salzburg, als der Komponist 19 Jahre alt war. Nur Teile des musikalischen Materials sind erhalten, doch die Skizze gewährt einen anschaulichen Einblick in Mozarts frühen Bühnenstil und sein Gespür für komische Charakterzeichnung im Kleinen.[1]
Hintergrund und Kontext
1775 stand Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) in Diensten des Salzburger Hofes und verfeinerte neben seiner Instrumentalmusik kontinuierlich auch sein Handwerk im vokalen Schreiben. „Un dente guasto e gelato“ (K. 209a) scheint in diese praktische, anlassbezogene Sphäre zu gehören: ein italienischer Text einer komischen Arie, für eine Bassstimme vertont und nur als unvollständiges Partiturfragment erhalten.[1][2]
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Die erhaltene Quelle wird im Kritischen Bericht der Digital Mozart Edition als autographes Partiturfragment (also in Mozarts eigener Handschrift) beschrieben, offenbar aus Privatbesitz; die Anlage des Fragments weist eher auf eine kleine Begleitbesetzung als auf ein vollständiges Theaterorchester hin.[2]
Musikalischer Charakter
Das Überlieferte deutet auf einen bewusst pointierten Klangraum hin: Basssolist mit einem leicht kolorierten Ensemble.
- Stimme: Bass[1]
- Instrumente (wie im erhaltenen Partiturfragment ausgewiesen):
- Bläser/Blech: Horn (in D) - Streicher: Violine - Continuo: Basso (Basslinie/Continuo)
Diese Besetzung – Basslinie plus eine einzelne melodieführende Streicherstimme und eine Hornstimme – entspricht einer intimen, komödienhaften Intermezzo-Manier, in der Klangfarbe den Text mit schnellen Strichen akzentuieren kann, statt mit durchgehender opernhafter Breite zu wirken. Selbst in fragmentarischer Gestalt zeigt K. 209a, wie Mozart erprobt, auf welche Weise sich eine Bassfigur durch Lage, Artikulation und instrumentale Farbe prägnant konturieren lässt – Fähigkeiten, die in seinem reifen Opernschaffen des folgenden Jahrzehnts zentral werden sollten.[1][2]
[1] Mozarteum Köchel-Verzeichnis entry for K. 209a (work title, genre, key, scoring).
[2] Digital Mozart Edition (DME), Critical Report (Kritischer Bericht) for stage works: notes on the autograph fragment source and score layout for K. 209a.




