K. 196e

Divertimento in Es-Dur für Bläser (zweifelhaft), K. 196e

沃尔夫冈·阿马德乌斯·莫扎特

Miniature portrait of Mozart, 1773
Mozart aged 17, miniature c. 1773 (attr. Knoller)

Das Divertimento in Es-Dur für Bläser (K. 196e) ist ein Werk zweifelhafter Authentizität, das traditionell auf 1774 datiert wird und dessen spärliche Überlieferung eher auf ein mehrstimmig besetztes Bläserdivertimento aus Mozarts Umfeld als auf eine eindeutig belegte Komposition schließen lässt. Dennoch steht seine Es-Dur-Tonart mit ihrer heiteren, „freiluftigen“ Geselligkeit dem Salzburger Serenaden- und Divertimento-Brauch für höfische und bürgerliche Anlässe im Charakter sehr nahe.

Hintergrund und Kontext

Das Divertimento in Es-Dur für Bläser (K. 196e) wird in der Überlieferung meist als zweifelhaft oder unecht geführt: Seine Herkunft ist unklar, und moderne Nachschlagewerke behandeln die Zuschreibung an Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) mit Vorsicht.[1] Häufig ist der Eintrag mit dem Datum 1774 versehen, jedoch ohne gesichert dokumentierten Kompositionsort; in jenen Jahren wirkte Mozart vor allem in Salzburg, schrieb eine Mischung aus Kirchenmusik, Instrumentalwerken und Theatermusik und hatte in Divertimento-/Serenaden-Genres bereits einen ausgeprägten Instinkt für das Schreiben für Bläser bewiesen.

As an Amazon Associate we earn from qualifying purchases.

Musikalischer Charakter

Da die Quellenlage zu K. 196e unübersichtlich ist, setzen moderne Beschreibungen dessen, „was auf dem Papier steht“, meist bei der Besetzung an, statt eine detaillierte Analyse Satz für Satz zu liefern. Mehrere Bibliotheks- und Katalogeinträge führen das Stück als Divertimento für zehn Bläser—üblicherweise angegeben als 2 Oboen, 2 B♭-Klarinetten, 2 Fagotte und 2 Hörner (in Es).[2] In dieser Instrumentierung ist Es-Dur eine praktische und idiomatische Wahl: Sie kommt den Naturhörnern entgegen und unterstützt die warme, verschmolzene Klangfarbe paarweise geführter Rohrblattinstrumente.

Im weiteren Umfeld von Mozarts Bläser-Divertimenti würde ein „Harmonie“-Divertimento in Es-Dur typischerweise zwischen zeremonieller Helligkeit und intimerer, liedhafter Schreibweise wechseln—oft in klar periodischen Phrasen und mit „konversationellen“ Übergaben zwischen Oboen/Klarinetten über einem von den Fagotten getragenen Fundament. Für K. 196e ist es jedoch angesichts eines nicht allgemein zugänglichen, gut bezeugten Notentextes ratsam, Aussagen auf solche gattungsbezogenen Erwartungen zu beschränken, statt konkrete thematische oder formale Details zu behaupten.

Stellung im Katalog

K. 196e steht am Rand des Mozart-Kanons: In modernen Referenzzusammenstellungen wird es weiterhin unter den zweifelhaften Zuschreibungen geführt, und in Katalogisierungs- und Publikationszusammenhängen begegnet es heute häufig als KV Anh. 226.[3]

[1] Wikipedia — Köchel catalogue entry table including K. 196e (Divertimento in E-flat for winds, doubtful).

[2] CiNii Books — catalog record giving scoring for “Divertimento Es dur KV app. 226” (2 oboes, 2 clarinets, 2 bassoons, 2 horns).

[3] Presto Music — sheet-music listing for “Mozart: Divertimento in Es KV Anh.226,” reflecting the doubtful/spurious transmission under Anh. 226 / K. 196e.