Fuge für Klavier (Fragment) in Es-Dur, K. 153
ヴォルフガング・アマデウス・モーツァルト作

Mozarts Fuge für Solotasteninstrument in Es-Dur (K. 153; auch als K. 375f katalogisiert) ist ein kurzes, erhaltenes Fragment aus dem Jahr 1782, entstanden in Wien. Sie gewährt einen seltenen Einblick in den 26-jährigen Komponisten, der am Tasteninstrument strenge kontrapunktische Satztechnik erprobt – ohne dass es Anzeichen dafür gäbe, dass er das Stück vollendete oder überhaupt vollenden wollte.
Was bekannt ist
Erhalten ist nur eine kurze Fuge in Es-Dur, kein vollendetes Tastenwerk im üblichen Sinn: Die Quelle bricht mitten im Gedanken ab, und es gibt keine authentifizierte Fortsetzung. Meist wird sie auf 1782 datiert, als Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) sich gerade in Wien etabliert hatte – ein besonders prägendes Jahr, das zugleich große, öffentlich wahrgenommene Klavierwerke und Experimente im gelehrten Stil brachte. Das Fragment ist als Solostück für Tasteninstrument überliefert und wird heute üblicherweise auch in dieser Gestalt gedruckt und eingespielt.[1]
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Musikalischer Gehalt
Das Erhaltene ist eine knappe, idiomatische Fugenexposition für Tasteninstrument (sowie der Beginn einer Fortführung), aufgebaut auf einem klaren Thema, das in einer Stimme vorgestellt und in einer anderen beantwortet wird, mit der erwartbaren Verdichtung des Satzes, sobald weitere Einsätze hinzukommen. Auch in ihrem unvollständigen Zustand deutet die Schreibweise auf Mozarts praktischen, „spielbaren“ Zugang zum Kontrapunkt am Klavier hin: Statt einer rein abstrakten Übung zielt sie auf Linienklarheit innerhalb einer klangvoll resonierenden Es-Dur-Sonorität und lässt das Profil des Themas beim Wandern durch die Textur gut hervortreten. In dieser Hinsicht steht sie ganz selbstverständlich neben Mozarts besser dokumentierter Wiener Beschäftigung mit der Fuge und Verfahren des stile antico, die sich bald darauf in ausgearbeiteteren Werken für Tasteninstrument und Ensemble zeigen sollte.[2]
[1] IMSLP work page: Fugue in E-flat major, K.153/375f — basic catalog data (key, date), fragment status, and sources/editions.
[2] Wikipedia: Fantasy No. 1 with Fugue, K. 394 — contextual reference to Mozart’s Viennese-period engagement with fugue at the keyboard (1782).




