Wie unglücklich bin ich nit, K. 147
볼프강 아마데우스 모차르트 작

Mozarts deutsches Lied Wie unglücklich bin ich nit (K. 147) ist ein knappes, strophisches Lied für Solostimme und Tasteninstrument, vermutlich 1772 in Salzburg entstanden, als der Komponist 16 Jahre alt war. Obwohl nur spärlich dokumentiert, zeigen seine seufzende Rhetorik und die schlicht sprechende Begleitung, wie Mozart die Ausdrucksmöglichkeiten des intimen, häuslichen Liedes erprobt.
Hintergrund und Kontext
1772 war Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) wieder in Salzburg, frisch zum Konzertmeister am Hof des Fürsterzbischofs ernannt, und komponierte quer durch die Gattungen, während er zugleich die neueren stilistischen Strömungen verarbeitete, die er auf seinen Italienreisen kennengelernt hatte. Wie unglücklich bin ich nit (K. 147) gehört in diese frühe Salzburger Phase und ist in einer kurzen, einseitigen Anlage für Stimme und Tasteninstrument überliefert [1].
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Die Datierung wird meist mit 1772 angegeben, jedoch ohne einen gesicherten Tag oder eine dokumentierte Erstaufführung; auch der Dichter des Textes ist in den gängigen Referenzverzeichnissen nicht bekannt [1] [2]. In Umfang und Anspruch steht das Stück ganz selbstverständlich unter jenen „kleinen Formen“, an denen Mozart lernte, Deklamation, Melodie und Harmonik so zu verbinden, dass der Affekt unmittelbar verständlich wird.
Musikalischer Charakter
Trotz seiner bescheidenen Dimensionen ist das Lied bemerkenswert sorgfältig gearbeitet. Es steht in F-Dur und ist als einzelnes Lied notiert; der Klaviersatz stützt die Singstimme überwiegend in einer schlichten, von der Begleitung getragenen Textur, statt als gleichberechtigter Partner zu konkurrieren [1]. Die Vokallinie bevorzugt klare, gut singbare Konturen—eher gesprächsnah als virtuos—während harmonische Wendungen und Kadenzen die Klage des Textes („Wie unglücklich ich bin“) mit sanft insistierendem, stellenweise „seufzendem“ Gestus unterstreichen.
Im Vergleich zu Mozarts späteren Liedern wirkt das Stück wie eine frühe Studie: ökonomisch, am Text orientiert und für konzentriertes Hören im privaten Raum gedacht. Und doch spürt man bereits einen sich entwickelnden dramatischen Instinkt—die Fähigkeit, einen kurzen Zeitraum wie eine Szene wirken zu lassen, nicht bloß wie eine Melodie.
[1] IMSLP work page for *Wie unglücklich bin ich nit*, K. 147/125g (general info: key, scoring, date uncertainty; links to scans/editions).
[2] Klassika entry for *Wie unglücklich bin ich nit*, KV 147 (basic catalogue data; notes unknown poet).




