Missa brevis in G-Dur (zweifelhaft), K. 140
av Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Missa brevis in G-Dur (K. 140) ist eine knapp gefasste Vertonung des Ordinariums, die traditionell in Salzburg um 1773 verortet wird, als der Komponist 17 Jahre alt war. Ihre Zuschreibung ist seit Langem umstritten; dennoch ist das Werk in Aufführungsmaterialien überliefert und weiterhin im Umlauf—oft unter dem Beinamen „Pastoral“ oder Pastoralmesse—aufgrund seines liedhaften, sanft wiegenden Charakters.
Hintergrund und Kontext
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) verbrachte einen großen Teil des Jahres 1773 in Salzburg und lieferte Kirchenmusik unter den praktischen Vorgaben des erzbischöflichen Gottesdienstes: knappe Ausmaße, klare Deklamation und bescheidene Besetzung. Die Missa brevis in G-Dur, K. 140 wird gemeinhin auf dieses Jahr datiert, doch Mozarts Autorschaft bleibt unsicher; das Autograph ist verloren, und in Katalogen sowie Referenzverzeichnissen wird das Werk häufig als zweifelhaft oder unecht geführt.[1]
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Gleichzeitig weisen einige editorische sowie quellenbezogene Argumente in die entgegengesetzte Richtung. Moderne Ausgaben verweisen auf frühe Stimmensätze (darunter eine Kopiertradition aus dem Salzburger Raum) und sogar auf Aufführungsmaterialien mit Eintragungen, die Mozart zugeschrieben werden; dies wird als Hinweis gewertet, dass die Messe möglicherweise tatsächlich bereits zu seinen Lebzeiten unter seinem Namen bekannt war und verwendet wurde.[2]
Musikalischer Charakter
K. 140 ist in den sechs üblichen Teilen angelegt—Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus, Agnus Dei—und liegt in der geläufigsten Fassung in einer Besetzung für SATB-Chor (mit Wechsel von Solo und Chor) sowie das Salzburger „Kirchentrio“ vor: zwei Violinen, Bassstimme (Cello/Kontrabass) und Orgel.[1][3]
Der Beiname „Pastoral“ spiegelt wider, was man unmittelbar hört: einen schaukelnden, oft im Dreiertakt gehaltenen Schwung (besonders in Kyrie und Gloria) und eine Vorliebe für gerundete, liedhafte Melodien statt kontrapunktischer Schaustellung.[3][2] Innerhalb dieser gefälligen Oberfläche sind schärfere Kontraste den strukturell tragenden Momenten vorbehalten—insbesondere der mittleren Passage des Credo und dem Beginn des Agnus Dei—bevor der Schluss wieder beschwingter ausfällt, ganz im Sinne des missa brevis-Ideals von Klarheit und Vorwärtsdrang.[2][3]
[1] IMSLP work page: K. 140/Anh. C 1.12 — authorship note, movements, and instrumentation summary
[2] Bärenreiter US product description for the New Mozart Edition-derived publication — pastoral character and source claims for authenticity
[3] Emmanuel Music notes — Salzburg missa brevis practice, lost autograph, scoring as “church trio,” and pastoral triple-metre traits




