Klaviersonate in G-Dur (verschollen), K. 33d — zweifelhaftes Werk
par Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Klaviersonate in G-Dur (K. 33d) ist ein verschollenes und vermutlich zweifelhaftes Werk, das traditionell in Salzburg im Jahr 1766 verortet wird, als der Komponist zehn Jahre alt war. Weder ein Autograph noch eine frühe Abschrift ist erhalten; auf die frühere Existenz der Sonate wird vor allem aufgrund von Spuren in frühen thematischen Katalogen geschlossen, die mit dem Breitkopf-&-Härtel-Umfeld in Verbindung stehen.
Mozarts Leben zu dieser Zeit
1766 war Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) wieder in Salzburg, noch ganz unter dem Eindruck der langen Westeuropa-Reise der Familie, und schrieb bereits fortlaufend kurze geistliche und Klavierstücke für den häuslichen Gebrauch und den Unterricht. In diesem Kontext hätte eine „Sonate“ in G-Dur sowohl zur häuslichen Klavierkultur als auch zu Leopold Mozarts systematischer Ausbildung seiner Kinder gepasst.
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Musikalischer Charakter
Da das Werk verschollen ist, lässt sich sein musikalischer Gehalt heute nicht verlässlich beschreiben: Satzfolge, formale Anlage und sogar die Zuschreibung an Mozart bleiben unsicher. Die Sonate wird jedoch mit einer Incipit-Überlieferung in Verbindung gebracht, die im Umfeld der Handschriftenkataloge von Breitkopf & Härtel greifbar ist; dort lieferte Nannerl Mozart um 1800 Anfangsthemen zu mehreren frühen, heute fehlenden Klaviersonaten [1] [2].
Wenn K. 33d tatsächlich ein echtes Salzburger Werk aus dem Jahr 1766 war, gehörte es vermutlich derselben jugendlichen Schaffensphase an wie andere einfache, heitere Klavierstücke in Dur aus dieser Zeit—Musik, die auf klarer Phrasensymmetrie, unkomplizierten Modulationen und einer von der Oberstimme geführten Textur beruht, die ein begabter Kind-Komponist (und -Interpret) auf den in Salzburg verfügbaren Instrumenten gut zur Geltung bringen konnte. Doch da außer solchen Katalogspuren keine Notation überliefert ist, muss das Stück als verschollen und von zweifelhafter Authentizität behandelt werden.
[1] Mozart.gr — summary of lost works; notes Nannerl’s 1800 communication of incipits for K. 33d–f to Breitkopf & Härtel.
[2] Digital Mozart Edition (Mozarteum) — New Mozart Edition preface to keyboard sonatas; discusses Breitkopf manuscript catalogue and the incipit tradition for lost early sonatas including K. Anh. 199/33d.




