Credo in D-Dur (Fragment), K. 707
de Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Credo in D-Dur (Fragment), K. 707, ist ein erhaltenes Stück eines geplanten Ordinariumssatzes einer Messe, das 1787 in Wien entstand. Das Überlieferte ist zu unvollständig, um eine ganze Messe zu repräsentieren, bietet jedoch einen aufschlussreichen Einblick in Mozarts spätwienerische Auffassung liturgischer Chormusik im Alter von 31 Jahren.
Was bekannt ist
Unter dem Titel Credo in D-Dur, K. 707, hat sich nur eine fragmentarische Vertonung des Mess-Credo erhalten; allgemein wird sie auf Wien, 1787 datiert.[1] Das Werk ist als unvollständiges liturgisches Material überliefert und nicht als fertig ausgearbeiteter, aufführbarer Satz; moderne Referenzkataloge führen es daher vor allem als Fragment und nicht als Teil einer vollendeten Messe.[2]
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Biografisch fällt diese Datierung in die hochgradig theatrale Wiener Phase zwischen Le nozze di Figaro (1786) und Don Giovanni (Uraufführung in Prag im Oktober 1787), in der Mozarts kirchenmusikalisches Schaffen weitgehend anlassbezogen und unregelmäßig war.[3]
Musikalischer Gehalt
Das Erhaltene deutet auf den Beginn einer Credo-Proklamation in D-Dur hin, konzipiert für Chor in einem spät-18.-Jahrhundert-Wiener Idiom: direkt, nach außen gerichtet und darauf angelegt, einen langen Text durch klare Kadenzen und eine starke tonale Orientierung zu tragen.[1] Selbst in fragmentarischem Zustand passt die Wahl von D-Dur – bei Mozart so häufig mit Glanz und zeremoniellem Charakter verbunden – zur rhetorischen Funktion des Credo als Glaubensbekenntnis und nicht als intime Bitte.[4]
[1] Wikipedia: List of compositions by Wolfgang Amadeus Mozart (entry includes K. 707 as a Credo fragment, with date/location summary).
[2] Caltech (T. A. Tan): Mozart sacred works list (includes K. 707 as a Credo fragment).
[3] Encyclopaedia Britannica: Wolfgang Amadeus Mozart biography (context for Mozart’s Viennese years and 1787 output).
[4] Wikipedia: D major (key characteristics and common associations in classical-era usage).




