Country Dances (9) (âQuadrillesâ), K. Anh.C 13.02
di Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Country Dances (9), als âQuadrillesâ bezeichnet (K. Anh.C 13.02; auch als K. 510 im Umlauf), sind in einer problematischen Ăberlieferung erhalten und werden hĂ€ufig als in ihrer Echtheit zweifelhaft behandelt. Das Ăberlieferte deutet eher auf ein praktisches Set von BallsaalstĂŒcken als auf einen gesichert dokumentierten Mozart-Auftrag hin.
Was bekannt ist
Das Werk ist als Zyklus von neun kurzen OrchestertĂ€nzen ĂŒberliefert, unterschiedlich betitelt als ContretĂ€nze / Contredanses / âQuadrillesâ, und erscheint in spĂ€terer Katalogisierung als K. Anh.C 13.02 (auch mit K. 510 in Verbindung gebracht) [1]. Eine Orchesterpartitur wurde im 19. Jahrhundert in der Breitkopf-&-HĂ€rtel-Gesamtausgabe (Mozarts Werke, Serie XI: TĂ€nze fĂŒr Orchester) veröffentlicht, herausgegeben von Gustav Nottebohm [1].
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Die Quellenangaben bei IMSLP verweisen auf eine Partiturhandschrift, datiert 1837â40 (A-Sm, M.N. 62,1), also lange nach Mozarts Tod â ein Grund, weshalb die Zuschreibung in der modernen Referenzpraxis unsicher bleibt [1]. Die erhaltene Partitur verlangt ein relativ festliches Tanzorchester mit BlĂ€sern und Schlagwerk â ein Ensemble, das zu öffentlicher Redoute-Unterhaltung passt, aber fĂŒr sich genommen die Autorschaft nicht bestĂ€tigt [1].
Musikalischer Inhalt
Der Zyklus umfasst neun kompakte Nummern in unkomplizierten Durtonarten; fĂŒr mehrere TĂ€nze sind Einzelbezeichnungen und Beinamen ĂŒberliefert [1]:
- Quadrille in D-Dur
- Contretanz in D-Dur
- Quadrille in D-Dur
- Contretanz in B-Dur
- Quadrille in D-Dur
- Contretanz in D-Dur
- Contretanz in F-Dur (âLa favoriteâ)
- Contretanz in B-Dur (âLa feniteâ)
- Quadrille in C-Dur (âLa pirimideâ)
Die Instrumentation ist fĂŒr TĂ€nze auffallend farbig: HolzblĂ€ser (2 Flöten/Piccoloflöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten), BlechblĂ€ser (2 Hörner, 2 Trompeten), Schlagwerk (Pauken, Becken, groĂe Trommel) sowie Streicher â mit der ungewöhnlichen Angabe ohne Bratschen [1]. Im Ergebnis sind dies â unabhĂ€ngig von ihrer genauen Herkunft â zweckmĂ€Ăige, kontrastreiche TanzsĂ€tze, die im gesellschaftlichen Raum klar tragen sollen und eher der funktionalen contredanse-Praxis entsprechen als Mozarts streng personalisiertem Konzertstil.
[1] IMSLP work page with movements list, instrumentation, publication/editor (Nottebohm; Breitkopf & HĂ€rtel, 1882), and manuscript/source notes for K.510/Anh.C 13.02.




