K. Anh.C 13.02

Country Dances (9) („Quadrilles“), K. Anh.C 13.02

di Wolfgang Amadeus Mozart

Posthumous portrait of Mozart by Barbara Krafft, 1819
Mozart, posthumous portrait by Barbara Krafft, 1819

Mozarts Country Dances (9), als „Quadrilles“ bezeichnet (K. Anh.C 13.02; auch als K. 510 im Umlauf), sind in einer problematischen Überlieferung erhalten und werden hĂ€ufig als in ihrer Echtheit zweifelhaft behandelt. Das Überlieferte deutet eher auf ein praktisches Set von BallsaalstĂŒcken als auf einen gesichert dokumentierten Mozart-Auftrag hin.

Was bekannt ist

Das Werk ist als Zyklus von neun kurzen OrchestertĂ€nzen ĂŒberliefert, unterschiedlich betitelt als ContretĂ€nze / Contredanses / „Quadrilles“, und erscheint in spĂ€terer Katalogisierung als K. Anh.C 13.02 (auch mit K. 510 in Verbindung gebracht) [1]. Eine Orchesterpartitur wurde im 19. Jahrhundert in der Breitkopf-&-HĂ€rtel-Gesamtausgabe (Mozarts Werke, Serie XI: TĂ€nze fĂŒr Orchester) veröffentlicht, herausgegeben von Gustav Nottebohm [1].

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Die Quellenangaben bei IMSLP verweisen auf eine Partiturhandschrift, datiert 1837–40 (A-Sm, M.N. 62,1), also lange nach Mozarts Tod – ein Grund, weshalb die Zuschreibung in der modernen Referenzpraxis unsicher bleibt [1]. Die erhaltene Partitur verlangt ein relativ festliches Tanzorchester mit BlĂ€sern und Schlagwerk – ein Ensemble, das zu öffentlicher Redoute-Unterhaltung passt, aber fĂŒr sich genommen die Autorschaft nicht bestĂ€tigt [1].

Musikalischer Inhalt

Der Zyklus umfasst neun kompakte Nummern in unkomplizierten Durtonarten; fĂŒr mehrere TĂ€nze sind Einzelbezeichnungen und Beinamen ĂŒberliefert [1]:

  • Quadrille in D-Dur
  • Contretanz in D-Dur
  • Quadrille in D-Dur
  • Contretanz in B-Dur
  • Quadrille in D-Dur
  • Contretanz in D-Dur
  • Contretanz in F-Dur („La favorite“)
  • Contretanz in B-Dur („La fenite“)
  • Quadrille in C-Dur („La pirimide“)

Die Instrumentation ist fĂŒr TĂ€nze auffallend farbig: HolzblĂ€ser (2 Flöten/Piccoloflöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten), BlechblĂ€ser (2 Hörner, 2 Trompeten), Schlagwerk (Pauken, Becken, große Trommel) sowie Streicher – mit der ungewöhnlichen Angabe ohne Bratschen [1]. Im Ergebnis sind dies – unabhĂ€ngig von ihrer genauen Herkunft – zweckmĂ€ĂŸige, kontrastreiche TanzsĂ€tze, die im gesellschaftlichen Raum klar tragen sollen und eher der funktionalen contredanse-Praxis entsprechen als Mozarts streng personalisiertem Konzertstil.

[1] IMSLP work page with movements list, instrumentation, publication/editor (Nottebohm; Breitkopf & HĂ€rtel, 1882), and manuscript/source notes for K.510/Anh.C 13.02.