K. 53

An die Freude (K. 53) in F-Dur

볼프강 아마데우스 모차르트 작

Portrait of Mozart aged 13 in Verona, 1770
Mozart aged 13 at the keyboard in Verona, 1770

Mozarts An die Freude (K. 53) ist ein kompaktes deutsches Lied in F-Dur, entstanden im November 1768 in Wien, als er zwölf Jahre alt war. Als strophische Vertonung für Singstimme und Tasteninstrument gehört es zur frühesten erhaltenen Schicht seiner Lieder—und steht völlig unabhängig von Schillers späterer „Ode an die Freude“.

Mozarts Lebensumstände zur Entstehungszeit

Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791) komponierte An die Freude (K. 53) im November 1768 in Wien, während des längeren Aufenthalts der Familie in der Kaiserstadt, als er zwölf Jahre alt war.[1] Das Werk ist in Quellen überliefert, die Mozart zeitlich nah genug stehen, um die grundlegende Besetzung zu sichern—Solostimme mit Tasteninstrument (clav)—was eher auf häusliche, pädagogische oder salonmäßige Verwendung als auf einen öffentlichen Anlass hindeutet.[1]

Musikalischer Charakter

Das Lied ist mit Mässig („mäßig“) bezeichnet und als schlichtes, gut singbares strophisches Lied angelegt: ein einziges melodisches Modell, das mehrere Strophen trägt.[2] Die Singstimme bewegt sich überwiegend schrittweise und mit kleinen ornamentalen Wendungen, während der Klaviersatz ein klares harmonisches Gerüst liefert—oft in einfachen, regelmäßigen Rhythmen, die den Text vorantreiben.[2] Das Gedicht beginnt mit „Freude, Königin der Weisen“, und der Text wird im Allgemeinen Johann Peter Uz (1720–1796) zugeschrieben, obwohl ältere Überlieferungen ohne Nennung eines Autors im Umlauf waren.[1][3] Im Kleinen zeigt das Stück bereits, wie Mozart grammatische Kadenzen mit musikalischen Kadenzen zur Deckung bringt—ein frühes Zeichen jener Textsensibilität, die später seine reifen Lieder und Opernarien beleben sollte.

[1] Köchel-Verzeichnis (International Mozarteum Foundation): KV 53 entry with dating (Vienna, 11/1768), key, instrumentation, and transmission notes.

[2] Score (PDF) via IMSLP: *An die Freude*, K. 53 (K. 47e), showing tempo marking (*Mässig*), vocal line and keyboard accompaniment, and strophic layout.

[3] IMSLP work page: general work data (K. 53/47e), key, year, forces, and attribution of text to Johann Peter Uz.