Allegro in C für Klavier (K. 9a) — C-Dur
av Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Allegro in C-Dur (K. 9a) ist ein winziges Solostück für Tasteninstrument, das im familiären „Nannerl-Notenbuch“ überliefert ist und in seine frühesten Salzburger Jahre datiert wird (häufig mit 1763–64 angegeben). Es gewährt einen klaren Einblick darin, wie der siebenjährige Komponist am Klavier lernte, flinke, ausgewogene Phrasen zu formen.
Mozarts Leben zu dieser Zeit
1763 lebte Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) in Salzburg und komponierte bereits kurze Stücke für Tasteninstrument für den Hausgebrauch und den Unterricht. K. 9a gehört zu der Gruppe früher Clavier-Stücke, die über das sogenannte „Nannerl-Notenbuch“ überliefert sind – ein Hausheft, das mit den Tastenstudien Maria Anna („Nannerl“) Mozarts und dem musikalischen Alltag der Familie verbunden ist.[1]
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Musikalischer Charakter
Schlicht als Clavierstück in C-Dur notiert, ist K. 9a ein kurzer, lebhafter Satz im Allegro-Duktus – Musik, die kleinen Händen gut liegt und eine unkomplizierte, zweitaktige Symmetrie begünstigt. Der Satz ist überwiegend zweistimmig: Die rechte Hand trägt kurze, auftaktige Motive vor, während die linke einfache harmonische Stütze liefert (oft in gebrochenen Akkorden oder schrittweisen Figuren) und damit auf den galanten Stil verweist, den Mozart im Elternhaus aufnahm.[2] Im Kleinen erprobt das Stück Grundelemente klassischer Klavierrhetorik: klare Kadenzen, einen raschen harmonischen Rhythmus und das Gefühl eines „Hinausgehens und Zurückkehrens“, das bereits an späteres Denken im Sonaten-Allegro anknüpft – ohne jedoch schon den thematischen Kontrast oder den Entwicklungsdruck von Mozarts reifen Werken anzustreben.[1]
[1] Mozarteum Foundation (Köchel Verzeichnis): KV 9a “Piano piece in C” — source/transmission notes and Nannerl Music Book context.
[2] IMSLP: “Allegro in C major, K.9a/5a” — basic work data and access to score scans/editions.




