7 Menuette in G-Dur (K. 65a)
de Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts 7 Menuette (K. 65a) sind ein kompaktes Konvolut höfischer Tanzsätze aus Salzburg, datiert auf den 26. Januar 1769, als der Komponist gerade dreizehn Jahre alt war. Für Streicher gesetzt, zeigen sie einen jungen Mozart, der innerhalb eines für den praktischen gesellschaftlichen Gebrauch bestimmten Genres bereits mit Stimmung und Phrasenlänge variiert.
Mozarts Lebensumstände zu dieser Zeit
Im Januar 1769 war Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) wieder in Salzburg und arbeitete im Rahmen der Routine eines Hofmusikers in Ausbildung; er lieferte funktionale Musik ebenso wie anspruchsvollere geistliche und orchestrale Werke. Der Zyklus der 7 Menuette ist für seine frühe Salzburger Tanzmusik ungewöhnlich präzise datiert: Die Überlieferung des Manuskripts nennt den 26. Januar 1769 und ordnet ihn damit unter die frühesten Tänze ein, die er ausdrücklich für den Ballsaalgebrauch schrieb.[1]
Musikalischer Charakter
Trotz der im Katalog häufig anzutreffenden Bezeichnung „orchestral“ sind diese Menuette schlicht für Streicher gesetzt—zwei Violinen und Bass—was eher auf ein kleines Ensemble für häusliche oder höfische Unterhaltung als auf öffentliche Konzertrepräsentation verweist.[1] Die sieben Tänze durchlaufen eine geplante Tonartenfolge (G, D, A, F, C, G, D), wobei der erste und der sechste nach G-Dur zurückkehren und dem Zyklus so den Eindruck einer abgerundeten Symmetrie verleihen.[1]
Was K. 65a über bloße Hintergrundmusik hinaushebt, ist die Bereitschaft, die „quadratische“ Regelmäßigkeit zu lockern, die man von späteren höfischen Menuetten erwartet: Phrasenlängen und die zeitliche Anlage der Kadenzen können sich verschieben, und der Affekt wechselt von Nummer zu Nummer spürbar—als würde Mozart erproben, wie viel Charakter ein strikt gesellschaftlicher Tanz tragen kann und dabei dennoch tanzbar bleibt.[1]
[1] Christer Malmberg, 'The Compleat Mozart' (after Zaslaw): entry for K. 65a with date, scoring, keys, and brief characterisation.