Aquinas Piano Trio plant Mozart K. 564 in der Wigmore Hall

Das Aquinas Piano Trio soll am 3. Mai 2026 ein Wigmore-Hall-Recital mit Mozarts letztem Klaviertrio, K. 564, eröffnen und es als Kontrastfolie zu romantischen Nachfolgern für kammermusikalisch gesinnte Mozartianer platzieren.
Das geplante Recital des Aquinas Piano Trio am 3. Mai 2026 in London in der Wigmore Hall soll mit Wolfgang Amadeus Mozarts Klaviertrio in G-Dur K. 564 beginnen – dem letzten Beitrag des Komponisten zu dieser Gattung und einem naheliegenden Fokus für Mozart-affine Kammermusikfreunde. Dass das Ensemble ein regelmäßiger Gast im Haus ist, unterstrich sein Coffee Concert am 2. März 2025, bei dem die Wigmore Hall das Lob von The Strad hervorhob: „makelloses Zusammenspiel und … lebendige Intelligenz.“
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Für alle, die Mozarts Spätstil verfolgen, bietet K. 564 eine kompakte Perspektive auf jene schöpferische Phase des Jahres 1788, aus der auch die letzten drei Symphonien und das Klaviertrio in E-Dur K. 542 hervorgingen – hier jedoch in einem intimeren, stärker vom Tasteninstrument geprägten Rahmen.
Seine dreisätzige Anlage — Allegro, Andante in C, Allegretto — hält die Texturen leicht, ohne je ins Belanglose abzugleiten, und lädt Violine und Violoncello in zunehmend dialogische Rollen ein.
Dieses Gleichgewicht in der fokussierten Akustik der Wigmore zu erleben, dürfte alle ansprechen, die gern nahe am Geschehen sitzen und den Innenstimmen folgen.
Aquinas – die Geigerin Ruth Rogers, die Cellistin Katherine Jenkinson und der Pianist Martin Cousin – hat zuletzt bei Wigmore Beethoven- und Mendelssohn-Trios eingerahmt und dabei das klassisch-romantische Scharnier als kuratorischen Leitfaden genutzt. Das Programm 2026 dürfte dem folgen und Mozarts letztes Trio faktisch an den Anfang einer Linie stellen, die zur größeren romantischen Klaviertrio-Rhetorik führt, die darauf folgte.
Für Mozart-Spezialisten ist diese Rahmung wichtig. Sie lädt dazu ein, K. 564 nicht als zartes Periodenstück zu hören, sondern als Ausgangspunkt: wie seine klare thematische Arbeit und die klaviergeführten Texturen Beethovens frühe Trios op. 1 und Mendelssohns op. 49 vorwegnehmen – und wo spätere Komponisten über Mozarts Modell des Gleichgewichts hinausgehen. Das Recital dürfte all jene belohnen, die geneigt sind, eine Partitur mitzubringen, auf diese Kontinuitäten zu achten und die Wigmore Hall am 3. Mai 2026 als kompakten Studientag zur Entwicklung des Klaviertrios zu begreifen.




